22. April 2026
Jobcenter team.arbeit.hamburg, die Polizeiwache PK 15 (Davidwache), die Bauprüfabteilung und der Wohnraumschutz des Bezirksamts Hamburg-Mitte, die Familienkasse Nord, das LKA 1B (Betrug), die Feuerwehr und die Steuerfahndung haben in einem gemeinsamen Einsatz heute drei Immobilien (Reeperbahn 66 und 68 und Hamburger Berg 31) überprüft. Ziel der gemeinsamen Aktion war es, die Unterbringungssituation vor Ort in Augenschein zu nehmen und ggf. gegen Sozialleistungs-Missbrauch vorzugehen.Um 6:30 Uhr trafen sich alle Beteiligten zur Einsatzbesprechung in der Davidwache auf St. Pauli, um 7:00 Uhr gingen zwei gemeinsame Einsatzgruppen zu den Prüfobjekten und starteten den Einsatz. Insgesamt 37 Mitarbeitende der verschiedenen Behörden waren beteiligt, davon 15 von Jobcenter team.arbeit.hamburg.
Laut den beim Jobcenter gespeicherten Daten sollten 23 BG (Bedarfsgemeinschaften) mit insgesamt 37 Personen in den betreffenden Objekten untergebracht sein, davon 13 Kinder.
Zu prüfen war auch, ob sich die gemeldeten Personen tatsächlich regelmäßig dort aufhalten, insbesondere aber, wie ihre Lebenssituation vor Ort ist, und ob sich ggf. auch nicht gemeldete Personen dort dauerhaft aufhalten.
Die Kolleginnen und Kollegen, leicht erkennbar an ihren reflektierenden Jobcenter-Westen und Ausweisen, überprüften zunächst die Identität der Angetroffenen und stellten anschließend gezielte Fragen zu den Lebensumständen vor Ort.
Hier wurden verschiedene gravierende Mängel festgestellt: So gab es in zwei der Immobilien überhaupt keine Kochmöglichkeit, keine Waschmaschinen, vielfach keine Möglichkeit, Kleidungsstücke unterzubringen, teils auch offene Stromleitungen und deutliche Überbelegungen (beispielsweise sechs Personen in einem Raum).
Wirklich gefährlich war der fehlende Brandschutz in Gestalt von fehlenden Rettungswegen sowie überhaupt keine Brandmelder in den Räumen und Fluren. Dies führte letztlich zu einer sofortigen Nutzungsuntersagung der beiden Häuser auf der Reeperbahn.
Die gemeinsame Aktion der verschiedenen Behörden war auch der Auftakt für geplante Folgeaktionen: Es ging um eine bessere Zusammenarbeit, stärkere Vernetzung, das gemeinsame Üben, um Verbesserungspotentiale zu erkennen.
Jobcenter team.arbeit.hamburg wird im Anschluss allen festgestellten Unregelmäßigkeiten (Personen nicht angetroffen, nicht gemeldete Personen angetroffen) nachgehen.
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