Schließen
Corona-Sonderregelungen
Kund:innen
Service
Arbeitgeber:innen
Über uns
Drucken

Die Hilfebedürftigkeit in Hamburg sinkt deutlich

Das Niveau vor der Pandemie ist fast wieder erreicht und die Zahl der Leistungsempfänger ging trotz vierter Welle deutlich zurück. Insgesamt haben rund 27.000 Kunden wieder eine Arbeit aufgenommen. Jeder zweite Selbstständige meldete sich aus dem Hartz-IV-Bezug wieder ab.

In Hamburg erhält jeder Zehnte Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Für mehr als 183.000 Hamburgerinnen und Hamburger in 95.000 Haushalten, den sogenannten Bedarfsgemeinschaften, ist die Grundsicherung das letzte soziale Netz. Es geht um die Sicherung der Existenz, benötigt wird das Grundlegendste: Unterkunft, Heizung, Warmwasser, Elektrizität und Geld für das tägliche Leben.

Von rund 124.000 erwerbsfähigen Kundinnen und Kunden im Monat Januar 2020 stieg die Zahl im Sommer 2020 auf den Höchststand von rund 139.000 an. Bis zum Jahresende 2021 gelang es, diesen Wert trotz fortbestehender Pandemie zu überwinden und durch Integrationen in den Arbeitsmarkt auf rund 125.400 deutlich zu reduzieren (Quelle: BA-Statistik/Eckwerte der Grundsicherung/Zeitreihe). Der pandemiebedingte Anstieg wurde damit zu 90 Prozent abgebaut. Dennoch ist das Niveau vor der Pandemie damit noch nicht erreicht. Auch bleiben Unsicherheiten durch die aktuelle pandemische Lage.

Die Folgen der Corona-Pandemie und des Lockdowns waren besonders bei der Gewährung von Sozialleistungen spürbar. Dennoch konnte Jobcenter team.arbeit.hamburg das zentrale Versprechen des Sozialstaats der Grundsicherung für die hilfebedürftigen Bürgerinnen und Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg einlösen. Insgesamt wurden 2021 rund 1,4 Milliarden Euro für Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ausgezahlt.

Die pandemiebedingten gesetzlichen Regelungen ermöglichten eine zügige Auszahlung der Geldleistungen, um Menschen in finanzieller Not schnelle und möglichst unbürokratische Hilfe zu gewährleisten. Daneben wurde für Kundinnen und Kunden im Mai eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro ausgezahlt, um die finanziellen Mehrbelastung aufgrund der Corona-Pandemie auszugleichen. Familien erhielten im August einen Kinderfreizeitbonus in Höhe von 100 Euro je Kind und über 1.500 Familien eine zusätzliche finanzielle Unterstützung, um für den Distanzunterricht im Lockdown digitale Endgeräte zu beschaffen.

Anzahl der auf Unterstützung des Jobcenters angewiesenen Selbstständigen hat sich halbiert

Seit dem Höchststand von rund 7.000 selbstständigen Jobcenter-Kundinnen und -Kunden im September 2020 ist die Anzahl um über 54 Prozent zurückgegangen.

Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg:
„Der Jobcenter-Standort für Selbstständige war durch die Folgen der Pandemie im Jahr 2021 im besonderen Maße gefordert. Uns ist es dennoch gelungen, die hohe Anzahl der Anträge zügig zu bearbeiten und die Geldleistungen auszuzahlen. Erfreulich ist, dass aus der Gruppe der Selbstständigen im Laufe der beiden vergangenen Pandemiejahre über 54 Prozent der selbstständigen Hamburgerinnen und Hamburger wieder die Arbeit aufnahmen und sich aus der Hilfebedürftigkeit lösen konnten.“

Gute Beratung und Förderung bleiben Garanten für gelingende Integration in Arbeit

Die Arbeitswelt befindet sich nicht nur durch Corona, sondern auch durch die Digitalisierung und Energiewende im Wandel. Die zielgerichtete Beratung und Qualifizierung arbeitsloser Menschen bildete daher auch im vergangenen Jahr einen wesentlichen Schwerpunkt, um Menschen und Arbeit zusammenzubringen. Neue Formen der Online-Beratung, wie die Videokommunikation, unterstützen in der Pandemie-Zeit und werden 2022 weiter ausgebaut.

25.000 Gutscheine für Qualifizierung, Coaching, Aktivierung und berufliche Eingliederung

Gemeinsam mit den Jobcenter-Kundinnen und -Kunden wurden individuelle Integrationsstrategien
entwickelt und im Pandemiejahr 2021 mehr als 25.000 Bildungsgutscheine für Qualifizierungs- und
Coaching-Angebote ausgeben. Jeder dieser Gutscheine eröffnet eine persönliche Chance. Zusätzlich
wurden rund 30.000 Erziehenden und 2.700 Selbstständigen Förderangebote unterbreitet. Rund 5.500
Menschen haben eine vom Jobcenter finanziell geförderte Qualifizierung und über 900 eine
Umschulung mit Berufsabschluss begonnen. Jobcenter team.arbeit.hamburg ermöglicht damit neue
berufliche Perspektiven und leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Der Soziale Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv

Seit Inkrafttreten des Teilhabechancengesetzes konnten mehr als 1.500 langzeitarbeitslose Menschen
durch eine attraktive finanzielle Förderung eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
aufnehmen. Trotz Pandemie war diese Förderung allein im Jahr 2021 für mehr als 400
Langzeitarbeitslose die Chance, den Weg zurück in Arbeit zu finden. Das Motto EIN NEUSTART. ZWEI
GEWINNER. wurde gelebt, denn viele sind für die Unternehmen inzwischen zu unverzichtbaren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden.

Rund 27.000 Kundinnen und Kunden haben 2021 eine Arbeit oder Ausbildung aufgenommen

Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg:
„Gerade in der aktuellen Krisensituation soll niemand chancenlos bleiben. Arbeit bedeutet nicht nur,
den Lebensunterhalt sichern zu können, sondern auch soziale Teilhabe, Anerkennung und
persönliche Verwirklichung. Integrationen in den Arbeitsmarkt schaffen es, Menschen neue
Perspektiven zu bieten. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr ist es
dem Jobcenter 2021 gelungen, rund 27.000 Menschen in Arbeit zu bringen. Das ist angesichts der
Pandemie bemerkenswert – gerade bei der Nutzung alternativer Beratungswege oft ohne
persönlichen Kontakt und einem von der Pandemie beeinflussten Einstellungsverhalten der
Arbeitgeber“, freut sich Dirk Heyden. Bei der Einstellung profitierten die Hamburger Arbeitgeber von
Lohnkostenzuschüssen für rund 1.850 Mitarbeitende.

Sonder-Impfaktionen für Jobcenter-Kunden
Ein vollständiger Impfschutz erhöht gerade in Zeiten von „3G“ am Arbeitsplatz die Eingliederungschancen
auf dem Arbeitsmarkt ganz erheblich. Das Hamburger Jobcenter organisierte deshalb im Jahr
2021 zehn wohnortnahe Impfangebote für die Erst-, Zweit- oder Drittimpfung von Jobcenter-Kundinnen
und -Kunden und unterstützte damit die berufliche Eingliederung.

Jobcenter-Chef Dirk Heyden zieht eine positive Bilanz:
Das Hamburger Jobcenter hat die Herausforderung bislang gut gemeistert: „Wir haben die
erforderlichen und wesentlichen Vorkehrungen zum Schutz unserer Kundinnen und Kunden sowie der
Mitarbeitenden umgesetzt und unsere Prozesse kontinuierlich angepasst. Wir setzen weiter auf
telefonische und persönliche Beratung, ergänzt durch moderne Online-Services. Die Hamburgerinnen
und Hamburger können sich auf die soziale Sicherung durch das Hamburger Jobcenter verlassen.“
Mit rund 2.500 Mitarbeitenden ist das Hamburger Jobcenter das mit Abstand größte in Deutschland. Die
18 Jobcenter-Standorte sind flächendeckend über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Mit insgesamt 174
Millionen Euro stehen dem Hamburger Jobcenter im Jahr 2022 für die aktive Arbeitsmarktpolitik noch
einmal acht Millionen Euro mehr als im Vorjahr 2021 zur Verfügung und damit noch mehr finanzielle
Fördermöglichkeiten für Qualifizierung, Teilhabe, Coaching, sowie von Ausbildung und Arbeit.

 

Rückfragen der Medien und Interview-Anfragen

Jobcenter team.arbeit.hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heike Böttger / Sarah Gattermann
Telefon: +49 40 60098 104 /  +49 40 60098 104
E-Mail: Jobcenter-team-arbeit-hamburg.Presse@jobcenter-ge.de
Internet:  www.team-arbeit-hamburg.de

Datenschutz

Diese Website benötigt Cookies. Einige von ihnen sind essenziell, während andere helfen, diese Website zu verbessern und spezielle Services ermöglichen. Diese Website verwendet keine Marketing-Cookies.

Jobcenter
team.arbeit.hamburg

ServiceCenter:
+49 40 2485 1444