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Pressemitteilungen 2009



10.08.2009 Dialog im Dunkeln auf Erfolgskurs
(Presseinformation Nr. 25)

Entdeckung des Unsichtbaren, das ermöglicht in Hamburg das Projekt „Dialog im Dunkeln“ nach einem Konzept von Dr. Andreas Heineck, ehemals Stiftung Blindenanstalt in Frankfurt/Main, mit Unterstützung von team.arbeit.hamburg, ARGE für SGB II, in Kooperation mit Arbeit und Lernen Hamburg und des Blinden- und Sehbehindertenvereins. Viele sozio-kulturelle Projekte in Hamburg wären ohne Unterstützung der ARGE nicht möglich. Das gilt in gewissem Maße auch für den Dialog im Dunkeln, der übers Jahr mehrere zigtausend Besucher zählt. Das Besondere an diesem Projekt ist, daß team.arbeit.hamburg hier zusammen mit Partnern blinde Menschen an den Arbeitsmarkt heranführt. Die Integrationsquote kann sich sehen lassen. Auch jetzt wieder geht es um die Vermittlung weiterer sehbehinderter Menschen.

Die Entdeckung des Unsichtbaren und die Integration von Blinden

Die Ausstellung Dialog im Dunkeln, die von Blinden für Sehende betrieben wird, gibt es in Hamburg seit 2000. Geburtshelfer waren die Sozialbehörde und das Integrationsamt. Größte Stütze zur Zeit, so Angela Schmidt, Geschäftsführerin bei Dialog im Dunkeln, ist das Job-Center für schwer behinderte Menschen von team.arbeit.hamburg, ein Unikat in Deutschland.

Seit 2003 werden bei Dialog im Dunkeln Blinde in arbeitsmarktpolitischen Maßnamen gemäß Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) und seit 2005 auch gemäß SGB II (ARGE) eingesetzt. Bis heute haben 50 Prozent aus dem Bereich SGB III und 30 Prozent aus dem SGB II bei Dialog im Dunkeln eine Festanstellung erhalten. „Das ist eine ebenso beachtliche, wie erfreuliche Integrationsquote“, so Thomas Bösenberg, Geschäftsführer von team.arbeit.hamburg. „Das ermuntert uns weiter diesen Weg zu beschreiten und mit Dialog im Dunkeln noch enger zusammenzuarbeiten.“ Aktuell laufen Verhandlungen über zwei weitere Beschäftigungsmaßnahmen nach SGB II.

team.arbeit.hamburg kooperiert in diesem Fall mit Arbeit und Lernen Hamburg und achtet auf die Zusätzlichkeit der mit Steuergeldern finanzierten Arbeitsstellen und auf das öffentliche Interesse daran, wie es das Gesetz vorschreibt. Ausstellungsbetreiber ist die Consens Ausstellungs GmbH. Ideenstifter Heineck wollte falsches Mitleid mit den Blinden aus der Welt schaffen und zeigen, was diese Menschen leisten können. Sein Konzept ist international anerkannt. Es wurde in über 150 Städten und mehr als 25 Ländern präsentiert. In den acht Jahren der Existenz des Dialogs im Dunkeln in der Hamburger Speicherstadt unternahmen Blinde 60.000 Führungen im absolut Dunkeln. Es kam zu einer halben Millionen Begegnungen zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen. Zu den Besuchern zählen jährlich auch etwa 1000 Schulklassen. Pädagogen loben die Lernerfahrungen.

Geschäftsführerin Schmidt will weiter ausbauen. „Dialog im Dunkeln“, sagt sie, „ will ein Beispiel geben, wie mit Kreativität Arbeitsplätze für behinderte Menschen geschaffen werden können, wodurch Selbstbestimmung ermöglicht wird und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

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600 98 118
Horst.Weise@arge-sgb2.de
Pressestelle team.arbeit.hamburg

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