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27.08.2018 Bester Fahrplan: DB übernimmt ihre Geflüchteten in Ausbildung
(Presseinformation Nr. 4)

Hamburger Wirtschaft bietet 930 EQ-Plätze an, auch für Geflüchtete
 
„Bin ich dieser Ausbildung gewachsen? Halte ich das jeden Tag durch? Und Berufsschule bedeutet wieder lernen, Prüfungen…pack ich das? Mögen die mich im Betrieb überhaupt?“

Auf diese und andere Fragen junger Berufsanfänger* gibt es eine einfache Lösung: Einstiegsqualifikation (EQ), ein betriebliches Langzeitpraktikum, in dem junge Leute die Praxis des Unternehmens kennenlernen, aber auch erste theoretische Inhalte vermittelt bekommen. Jeder Schulabgänger oder junge Erwachsene kann an einer EQ teilnehmen. Praktisch alle Branchen der Hamburger Wirtschaft halten unterschiedlichste Langzeitpraktika bereit: Handel, Logistik, Verkehr, Handwerk oder Dienstleistung. Für Teilnehmer mit einem Fluchthintergrund gibt es besondere Fördergruppen, die ergänzend Sprachunterricht erhalten.

Erfolgreich ist die EQ insbesondere dann, wenn die Teilnehmenden nahtlos ihre gewünschte Ausbildung antreten. So wie jetzt bei der Deutschen Bahn in Hamburg: Alle 13 Teilnehmer des EQ-Angebots „Chance plus für Geflüchtete“ haben ihren Fahrschein „Ausbildung“ gelöst, denn sie beendeten ihre zehnmonatige EQ Ende August 2018 erfolgreich und starten nahtlos im September mit ihrer Berufsausbildung zum Mechaniker, Elektroniker oder Gleisbauer.

Senatorin Melanie Leonhard:

„Die Einstiegsqualifizierung eignet sich sehr gut, um berufliche Wünsche auszuprobieren und dabei schon einen Ausbildungsbetrieb kennenzulernen. Dieses Instrument ist sehr erfolgreich, weil viele Jugendliche anschließend in eine reguläre Ausbildung übernommen werden. Wir unterstützen deshalb zum Beispiel auch Vereine, damit Jugendliche und Betriebe zueinander finden. Einen wichtigen Beitrag leistet auch die Jugendberufsagentur. Aktuell bieten Unternehmen rund 900 Praktikumsplätze an – und ich freue mich, dass wir heute auch 13 engagierte Menschen haben, die ihre Zukunft fest im Blick haben und erfolgreich einen weiteren Schritt gegangen sind.“

In Hamburger Ausbildungsunternehmen werden pro Jahr etwa 14.000 neue Ausbildungsverträge unterzeichnet. Für jugendliche Bewerber, die aufgrund besonderer Herausforderungen (kein genauer Berufswunsch, schulische oder sprachliche Schwächen) direkt keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, ist daher die EQ prädestiniert: Sie können einem potentiellen Ausbildungsbetrieb über das Praktikum beweisen, dass sie motiviert und zuverlässig sind, aber auch fachlich zum Betrieb passen.

Für Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg, ist die EQ ein idealer und einfacher Weg ins Berufsleben, von dem besonders die Betriebe profitieren können: „Das Instrument EQ ist unbürokratisch, die Formalitäten einfach und übersichtlich gestaltet. Gerade der überwiegend praktische Anteil in einer EQ überfordert die jungen Leute nicht gleich mit Theorie und Schulstress. Geflüchtete erhalten aber bei Bedarf Sprachunterricht, der sie für den Betrieb und den späteren notwendigen Berufsschulunterricht fit macht. Dies schafft betriebliche Nähe und gegenseitiges Vertrauen. Gelingt der Übergang von EQ in Berufsausbildung, ist sehr viel erreicht:

  1. Eine qualifizierte Berufsausbildung zur Fachkraft verspricht sichere Beschäftigung in der Zukunft.
  2. Unternehmen suchen zu 90 Prozent Fach- und Führungskräfte. Über eine EQ und anschließende Berufsausbildung sichern sie sich diese.
  3. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist die EQ sehr gut geeignet, da neben wichtigen beruflichen Inhalten auch fachspezifische Deutschkenntnisse vermittelt werden können.

Mit über 1,4 Millionen € können Agentur für Arbeit Hamburg und Jobcenter in diesem Jahr  über 900 EQ-Plätze finanzieren. Unternehmen rufe ich auf, dieses sehr gute Instrument zu nutzen, um sich auch den Bewerbern gegenüber zu öffnen, die auf den ersten Blick nicht geeignet erscheinen.

Der Verein** „Ausbildungsförderung der Hamburger Wirtschaft e.V.“ ist neben Arbeitsagentur und Jobcenter eine wichtige Anlaufstelle. Er berät Jugendliche und Unternehmen umfassend zum Langzeitpraktikum und vermittelt freie EQ-Plätze.“

Bei der Deutschen Bahn starten in Hamburg insgesamt 190 Auszubildende in diesem Jahr. Darunter erhalten auch dreizehn junge Geflüchtete ihren persönlichen Fahrplan bei der Deutschen Bahn, erklärt Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte bei der DB: „Der DB AG ist es ein wichtiges Anliegen, Menschen, die nach Deutschland kommen, gut in den Arbeitsmarkt und ihr soziales Umfeld zu integrieren. Dabei hat sich Chance plus bei der DB als ideales Programm zur Integration und somit die

Qualifizierung von Geflüchteten gezeigt. Wichtig war und ist dabei für uns ein guter Mix aus Theorie und Praxis, um den betrieblichen Alltag samt Kollegen sehr gut kennenzulernen. Auf den Erfolg können wir gemeinsam stolz sein.“

Hilfebedürftigkeit nachhaltig beenden, dies ist für Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg oberstes Ziel. „Es ist unsere tägliche Aufgabe, die passenden Rahmenbedingungen für Menschen auf ihrem ganz individuellen Weg in Ausbildung und Arbeit zu schaffen. Dies gilt auch und insbesondere für junge Bewerber und Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund.“ Heyden schließt sich den Worten von Agenturchef Fock an und appelliert an Arbeitgeber: „Sprache und Bildung sind der Schlüssel zur Arbeit. Wir brauchen das Engagement der Unternehmen, die Praktika- und Ausbildungsplätze anbieten. Die Möglichkeit, die die Deutsche Bahn diesen jungen Geflüchteten bietet, hat hierbei Vorbildcharakter. Mit der Kombination aus praktischen Elementen und begleitendem Sprachtraining wird Integration machbar.“

*gemeint sind immer alle Geschlechter; **Der Verein “Ausbildungsförderung der Hamburger Wirtschaft e.V.“, wird getragen von der Hamburger Wirtschaft (Handels-, Handwerkskammer und UVNord) und von der BASFI und der Handelskammer finanziert. Er vermittelt seit 2005 einen Großteil der Einstiegsqualifizierungen (EQ) in Hamburg. Allein im Jahr 2018 konnten über 420 EQ-Verträge mit Hamburger Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen vermittelt werden. Dabei wurden 48 Prozent dieser Verträge mit jungen Menschen mit Fluchthintergrund abgeschlossen. Drei von vier aller EQ-Verträge des Vereins münden in eine Ausbildung. Auch in diesem Jahr stellen die Ausbildungsbetriebe von Handels- und Handwerkskammer wieder über 930 freie EQ-Plätze zur Verfügung, die seit dem 1. August über den Verein angeboten werden. Die zusätzlichen 45 EQ-Stellen der Deutschen Bahn werden durch eigenständig durch die DB besetzt.

Ausbildungsförderung der Hamburger Wirtschaft e.V.
Mönkedamm 9, 2. Stock, 20457 Hamburg
Tel.: 040 36138-798,  Fax: 040 36138-61798 (Fax)
einstiegsqualifizierung@hk24.de

Pressekontakte:

Agentur für Arbeit Hamburg:
Knut Böhrnsen, Tel.: 040 2485-2230
hamburg.pressemarketing@arbeitsagentur.de

Deutsche Bahn:
Sabine Brunkhorst , Tel.: 040 3918-4497
presse.h@deutschebahn.com

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration:
Marcel Schweitzer, Tel. 428 63 2889
marcel.schweitzer@basfi.hamburg.de

Jobcenter team.arbeit.hamburg:
Kirsten Maaß, Tel. 040 60098 135
Kirsten.Maass@jobcenter-ge.de

 

Freie Plätze 2018/2019 für die Vermittlung in Einstiegsqualifizierung durch den Verein „Ausbildungsförderung der Hamburger Wirtschaft“

 

Freie Plätze insgesamt 934 Plätze
Handelskammerbereich   
Einzelhandel 213
Büromanagement 112
Groß- und Außenhandel 33
Spedition und Logistik 28
Veranstaltungskaufmann/-frau 15
Versicherung und Finanzen 18
Immobilienkaufmann/-kauffrau 15
Marketingkommunikation 13
Sport- und Fitnesskaufmann/-kauffrau 19
IT-Berufe 31
Medienberufe 38
Gastronomie, diverse Berufe 139
Koch/Köchin 29
Hotelfach 21
Tourismus 12
Personalmanagement 13
Dialogmarketing 10
Kurier- und Expressdienst 16
Berufskraftfahrer/-fahrerin 9
Lagerlogistik 38
Floristik 4
Elektronikberufe 13
Schutz und Sicherheit 7

 

Weitere Berufe mit 1 bis 3 Plätzen:
Kfz-Mechatronik, Kfz-Lackierung, Fahrradmontage, Veranstaltungstechnik, Metallberufe, Automobilkaufmann/frau, Kaufmann / Kauffrau im E-Commerce, Kaufmann/frau im Gesundheitswesen, Umzugsservice etc.

Altenpflege                                        18 Plätze
Handwerkskammerbereich               
Friseur/in 21 Plätze
Maler/in / Lacker/in 6
Straßenbau / Kanalbau 5
Gebäudereiniger/in 4

 

Weitere Berufe mit 1 bis 3 Plätzen:
Orthopädietechnik-Mechanik, Zimmerer/in, Änderungsschneider/in, Kosmetiker/in, Bodenleger/in, Anlagenmechanik Sanitär / Heizung / Klima, Zweiradmechatronik etc.

zusätzlich:

Deutsche Bahn                                  45 Plätze
  10 davon für Geflüchtete

 Stand: 22.08.2018

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